⇀Tacho Einhundertneunzig. Gedanken Null. Wiederbelebungsversuche aus dem Radio. ›Bright Eyes‹, doch die Nacht ist kalt und dunkel. ⇀Fragen, die in der trügerischen Ruhe keinen Sinn ergeben. Klar, sie bleiben unbeantwortet. Wieso ausgerechnet in dieser Sekunde? Er muss doch sehen, der vor mir, der gerade ausschert, dass ich an ihm vorbeiwill. Zu spät zum Fluchen. ⇀Das Drehen ist endlos. Eine Spirale, die sich zu einem Punkt fokussiert.
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wie es weitergeht, steht hierWort für Wort * 2. november 2020 *
ich wundere mich, dass ich Dir schreibe! Und Du, wunderst Du Dich auch? Ja?! Nein?! Beides wäre gleich gut oder gleich schlecht. Jedenfalls egal.
Und noch jedenfallsiger – falls es das Wort überhaupt geben darf – schüttle ich meinen Kopf über mich selbst, wie unbedingt ich Dir plötzlich aus einer Laune heraus schreiben will, wie überrascht ich gerade in diesem Augenblick bin, Dir zu schreiben, Dir einen Brief zu schreiben. Den, der längst fällig war.
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wie es weitergeht, steht hierWort für Wort * 23. Oktober 2020 *
Zug fahren … schon von Kind an ein Abenteuer für mich: die Eroberung eines Fensterplatzes, die Spannung, wenn ich mich unbedingt an den Griff der Notbremse hängen wollte, das Kapern der auf den Bahnsteigen entlangrollenden Würstchenbuden. Spätestens … …
Der wahre Grund, so muss ich mir eingestehen, liegt ganz woanders: Dass sie tief vertieft in ein Buch eingetaucht ist und sich dabei in einer ganz anderen Welt bewegt … ja, wie ich erkennen sollte, sie in einem ganz anderen Zug fährt. Ihre rotlackierten Fingerspitzen also. …
Vom Gestern ist die Rede. Nein, ihr Schweigen. Obwohl sie die Vergangenheit nicht mehr erwähnen will, die Fischerboote in der kleinen Bucht, die leise die Melodie des Träumens summen, wenn Wellen die farbig stumpfen Wände umspülen. Sie auch nicht mehr daran erinnert werden will, obwohl diese Stille für sie immer noch der Anfang aller Inspiration ist.
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wie es weitergeht, steht hierWort für Wort * 16. oktober 2020 *
Auf den Blättern, die im schon heißen Wind zittern, leuchtet Maisonne, die aus einem wolkenlosem Himmel fällt. Vor mir, auf dem Tisch, eine leere Tasse, ein Glas mit Mineralwasser. Ich nehme das Glas in die Hand, lasse das Wasser darin kreisen. Luftbläschen fangen an zu strudeln, zu quirlen, verdichten sich auf ihrem inneren Drang nach oben zu einer Pirouette. Ein Aufbrausen, ein Wirbel tanzt, ein irisierendes Spektrum wie bei einem Regenbogen. …
Feiertag heute in Deutschland! Doch Feiertagslaune will nicht aufkommen, zumindest nicht bei mir. In Feiertagsstimmung sind andere: Corona & Co., sie machen durchgehend Party. Obwohl – für sie ist auch heute ein ganz normaler Arbeitstag, unermüdlich, wie jeden Tag, 24 Stunden lang, ohne Pause, immer unterwegs, wo es was zum Feiern gibt.
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wie es weitergeht, steht hierWort für Wort * 3. oktober 2020 *
Du schaust in erwartungsvolle Augen, die dich unter dem glatt polierten Schädel aufmerksam anschauen, die gezwirbelten Enden des Schnurrbarts berühren fast die Augenwinkel, du sagst in ein strahlendes Lächeln seines Gesichts, mitten hinein: Wie immer, eine Wiener Melange … – nicht als Frage, nicht als Ausruf, sondern mit der Betonung auf punkt, punkt, punkt. Du weißt natürlich, dass er es weiß, was du möchtest, und dass du ihn mit der Zeremonie eines Kaffee-Großmeisters kredenzt bekommst. Doch wie du ihn heute trinkst, genießen wirst, mit welchen Gedanken du den Löffel Zucker heute in der Tasse verrührst, das ist noch offen. Das ist jeden Tag anders.
Noch auf dem Deck der Fähre, die mit einer gekonnten Kehrtwende im engen Hafenbecken sämtliche vertäuten Fischerboote mächtig ins Schaukeln bringt, verfolge ich die auch hier oben nicht zu überhörende Ape, die Massimo grundsätzlich auf den streng verbotenen Abstellplatz im Chaos des Hafenareals jongliert und mit einem gewagten Hüftschwung, vorne einbeinig, hinten o-beinig, zum Stehen bringt. Sein perfekt inszenierter Auftritt vor der romantischen Kulisse des kleinen Hafenortes auf der idyllischen Insel in den Wellen des Tyrrhenischen Meeres.
Ich weiß, ich weiß, mit diesem Wortspiel im Titel ist zu erwarten, dass eine Geschichte mit dieser Überschrift bereits vergeben ist, womöglich gar veröffentlicht, geschützt oder urheberrechtlich eingetragen ist.
Also muss ich mir etwas anderes einfallen lassen! Wenn ich bei diesen beiden Worten wortspielerisch bleiben möchte, dann heißt das, ich kann sie vielleicht vertauschen.»Meer mehr« so geschrieben, ergibt keinen Sinn.
Da steht sie hinter der Theke, wie eh und je, Signora Batelli, Capo della sua Panetteria, während ihr Mann Guiseppe hinten im Panificio vor und zwischen den Holzöfen schwitzt und die Brotlaibe mit seiner langen Holzschaufel dampfend heiß wieder ins Licht der Öffentlichkeit holt. Ein unvergleichlicher Duft, der durch die ganze Bäckerei, Schicht für Schicht ineinanderwabernd, seine Bahnen zieht und jede Ecke füllt.
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wie es weitergeht, steht hierWort für Wort * 30. August 2020 *
Über zehn Minuten hatte der Typ vor mir Zeit, darüber nachzudenken, was er ihr hätte sagen können. Ihm fiel nichts ein, außer dem einen Wort, bestehend aus den drei Buchstaben: U n d . Mit einem provokativen Frage- und einem sanft fordernden Ausrufezeichen dahinter, so wie er das Wort aussprach.
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wie es weitergeht, steht hier Wort für Wort * 19. august 2020 *
Die Inszenierung der kleinen Bucht findet täglich statt. Immer zu wechselnden Zeiten, immer in anderer Besetzung. Die Spielstätte allerdings ist immer die gleiche, es ist der Strand von Cannelle, eine der schönsten Bühnen auf Gíglio.
Komme ich frühmorgens, tanzen die seichten Wellen noch für sich auf dem feinsandigen, hellen Boden.
Ein drahtiger, gedrungener Mann, Mitte Vierzig, muskulöse Oberarme, die aus einem kurzärmligen Hemd wie Knackwürste herausragten – mein erstes Bild von ihm, als er am zweiten Tag nach den Ferien das Klassenzimmer mit energischen Schritten betrat. Mit einem schnellen Griff nach hinten bekam die Tür einen kräftigen Schlag und knallte kurz danach unüberhörbar ins Schloss. Beim Zuknall stand er bereits seitlich neben dem Pult und warf mit einer lässigen Bewegung seine leicht abgewetzte Aktenmappe auf die Oberfläche des Lehrertisches.
Irgendwann, spät im Dunkel der Nacht, beruhigt sich langsam die Landschaft des Lebens. Draußen, hinter den Vorhängen, verschlucken Wolkenfetzen das fahle Licht des Mondes. Für eine Weile vergrabe ich den Kopf in meine Hände. In die Finger der Hände, die über Stunden zuvor die alte Olivetti auf ihren abgenutzten Tasten gequält haben.
Reflexionen geschehen auf einem Blatt Papier. Auf vielen Blättern inzwischen. Ganz allmählich verlasse ich meinen Horizont.
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wie es weitergeht, steht hier Wort für Wort * 28. juli 2020 *
Angefangen hat es mit einem Besuch im Musée d’Orsay. Besser gesagt, mit einer Kunstpostkarte, die sie sich am Ende ihres Rundganges in der Buchhandlung des Museums selbst geschenkt hat.
Doch um ehrlich zu bleiben, war sie in diesem Augenblick davon überzeugt, dass es mit dem Besitz dieser Karte auch wieder aufhören wird. Dass ihre kleine Episode dann doch eine längere Geschichte werden sollte, konnte sie sich just in dieser Minute wirklich nicht ausmalen.
Der Aufstieg zur kleinen Kirche über San Cerbone ist frühmorgens schon anstrengend. Ich laufe seit mehr als einer Stunde auf dem steinigen, ausgewaschenen Pfad die seit Jahrzehnten verkommenen Stufen einhundertundzwanzig Meter nach oben. Jeden Sonntag, wenn die Sonne hinter dem Monte Castello aufgeht und die ersten Strahlen die verwitterte Holztüre zur Sakristei in helles Licht taucht, läutet Padre Benedetto zum Gebet.
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wie es weitergeht, steht hier Wort für Wort * 20. juli 2020 *
Manchmal ist die kleine Bucht vor mir ganz still. Diese kleine Bucht, die ich schon seit Jahren immer wieder regelmäßig besuche, immer dann, wenn ich nichts Besonderes suche. Nur die Stille, nur die Ruhe, nur die Sehnsucht nach etwas, von dem ich nicht weiß, wie sie aussieht. Diese Momente, die mich hier erreichen, konnte ich in all den Jahren nie beschreiben, nie erklären, nie irgendwie zum Ausdruck bringen.
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wie es weitergeht, steht hier Wort für Wort * 16. juli 2020 *
Mit einer eigenartigen Mischung aus trauriger Ohnmacht und leichtfertigem Vertrauen packte er seinen Koffer und fuhr in Richtung Süden. Das war vor vierzehn Jahren, zweiundfünfzig war er damals. Marta sollte Robert Faust retten. Der kleine Ort Marta, ohne h, am Ufer des Lago di Bolsena nördlich von Rom.
Es ist doch nur ein Spiel – nicht das ganze Leben, doch ohne Spiel wär’s nur das halbe Leben. Machen wir ein Spiel daraus, aus unserem Leben. Nun gehört es zu einem geregelten Leben, dass wir nach Regeln spielen. Ohne Spielregeln gäb’s sehr viel Ärger … und das wollen wir ja vermeiden.
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wie es weitergeht, steht hier Wort für Wort * 1. JUli 2020 *
Die Zeitung hier schreibt auch nichts Lesenswerteres als anderswo. Der Kaffee schmeckt vielleicht ein wenig mehr nach Gelassenheit als daheim. Hier drin, in einem dieser nostalgisch leicht angestaubten Cafés, dämpft Pianomusik den eisigen Wind, der die Schneeflocken unruhig durch die Gassen jagt.
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wie es weitergeht, steht hier Wort für Wort * 22. juni 2020 *
»story.one« – eine Plattform, die Leserinnen und Autorinnen verbindet. Auf »story.one« hat jeder die Möglichkeit, kurze Stories zu schreiben und zu lesen, sich inspirieren zu lassen, sich mit anderen auszutauschen und sein eigenes Buch mit ISBN zu kreieren. Jeder hat die Freiheit, seine Geschichten in 500 bis 2.500 Zeichen nach seinem Gusto zu gestalten. Die Welt braucht Inspiration: »story.one« – das sind Menschen & ihre Geschichten dazu.
Und dies ist mein erster Wurf:
… ups, unversehens fällt ein Engel aus einem Stück heiteren hellblauen Himmel, gerade eben zwischen zwei Gedankenmomenten. Er, der Engel, obwohl es gemeinhin ein weibliches Wesen ist, plumpst etwas unsanft direkt auf das nur leicht dunklere Blau der Tischoberfläche vor mir, auf den Tisch, an dem ich sitze. Ich bin mir fast sicher, er hat sich mit seinem Vomhimmelpurzeln einfach nur vertan, so überrascht, wie er mich anschaut.
Literatur-Tender: »Der Mann, der Sherlock Holmes war …«
Und hier folgt die szenarische Auflösung des Lese-Falles:
»Echt genialer Leseabend mit Bernd Lange – ›Der Mann, der Sherlock Holmes war‹ im Tender zu Sachsenheim. Sherlock Holmes und Dr. Watson konnten dem Publikum beweisen, dass sie keine Literaturgestalten waren, sondern wirklich gelebt haben. Danke an Bernd Lange – war klasse, mir Dir zu lesen! Das schreit nach einer Wiederholung!«. So sprach Mr Sherlock Holmes nach der Aufklärung des Falles – mein Dank gilt ihm.
Literatur-Tender: »Der Mann, der Sherlock Holmes war …«
Eine gar kriminelle Reise in ein geniales Gehirn Szenische Lesung mit Ralf Preusker und Bernd Lange
»Mein Name ist Sherlock Holmes und es ist meine Aufgabe, das zu wissen, was andere nicht wissen.« – Wer kennt ihn nicht, diesen weltberühmten Satz und denjenigen, der dies immer wieder vor sich hin fabulierte?
Werden wir Konsumenten eigentlich nur noch mit Hirnverbranntem verarscht? Jahresendfigur? … und ich dachte immer, die sind für den Gabentisch unterm Weihnachtsbaum – jetzt kann ich die wohl an Silvester in die Luft ballern! Ich freu mich schon, wenn die Übriggebliebenen dann neu eingeschmolzen als »Frühlingsanfangsboten« ins Osternest gelegt werden …
… da lob ich mir doch die Dinge nach Gutsherrenart aus kontrolliert biologischem Anbau! Und unbestätigten Gerichten, äh Gerüchten zufolge soll es für das Jahresendgeschäft in ausgewählten gut-bürgerlichen Lebensmittelgeschäften Baden-Württembergs noch die Variation »LINSEN – SPÄTZLE ohne Wurst« geben.
Logisch? Unlogisch? Auf ein Wort: Trilogisch! Ob das Schreiben einer Trilogie, ob das Veröffentlichen einer Trilogie noch »in« ist …? Egal … ich hab’s getan!
Meine Alltags- und Allnachtsgeschichten in »Kreuz- und Querungen« Und so steht es hinten auf dem Buch:
Und von vorne: In »Kreuz- und Querungen« gibt es 14 Geschichten auf 138 Seiten. Die gibt’s ab sofort in jeder Buchhandlung des Vertrauens oder online als Taschenbuch und als e-Book.
Kreuz- und Querungen _ Exkursionen _ BoD, Norderstedt _ ISBN 978-3-7412-5261-7
Rechtzeitig zur Winter-Lesezeit: Das dritte Buch »Kreuz- und Querungen« aus meiner Feder … und damit meine »Trilogie der Begegnungen, Horizonte und Exkursionen« jederzeit vor und nachzulesen.
… also irgendwo im Schwabenländle, irgendwo im Wald, hinter Hügeln, hinter Kurven, hinter Bäumen, da liegt eine kleine Ansiedlung, ein kleiner Ort. Sein Name: Spiegelberg. Schon auf der Fahrt dorthin wächst in mir der Gedanke: Wir hätten Brotkrumen ausstreuen sollen, um hier wieder raus zu finden …! Natürlich gibt es einen guten Grund, diesen doch beschwerlichen Weg dorthin in Kauf zu nehmen, denn die »Ersatzveranstaltung zur Langen Nacht der Literatur in Ludwigsburg der Litera Freaks« steht an. Fünf weitere Autoren und eine Autorin teilen sich am Abend des 18. Juni 2016 mit mir die Bühne – Sieben auf einen Streich… fast wie im Märchen.
Aus »nordostsüdwestwärts« habe ich die Geschichte »Ehre, wem Ehre gebührt« … , dieses Mal einen Krimi gewählt. Sie passt hervorragend ins Ambiente einer wunderbaren Location – wie man sieht. Vergessen darf man auch nicht Carmelo Marino, der als Überraschungsgast die Zwischenpausen musikalisch mit der Gitarre füllt. Das gefällt, einfach toll!
Stimmen aus dem Publikum: _ »Bernd besticht immer wieder durch seine Fähigkeit, Beobachtungen so wiederzugeben, dass der Zuhörer glaubt, sie selbst zu erleben.« _ »Ich durfte ihn letztes Jahr bei der ›Lesung im Pferdestall‹ schon einmal hören – Bernd führt uns mit einem Kurz-Krimi unterhaltsam an der Nase herum. Ihm gelingt es ganz vortrefflich, den Zuhörern eine falsche Fährte zu legen, um dann am Schluss eine überraschende Lösung des Falles zu liefern. Da macht das Zuhören Spaß!«
Nach über 4 (!) Stunden endet die ungewöhnliche Lesung … mit tollen Autoren, mit tollen Zuhörern, mit Kaffee und Wein und Catering. Vielen Dank an die Gastgeber, die es möglich gemacht haben! Das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, wir kommen wieder. Und dann geht es, kurz vor Mitternacht und bei Vollmond, wieder hinaus in die dunklen Wälder um Spiegelberg … südlich Richtung Heimat.
Stuttgarter Torhaus, Stuttgarter Straße 62, Ludwigsburg am Samstag, 30. Januar 2016
Part 2 – So lautet das Fazit vom »Litera Freak Ralf Preusker«:
»Großartige Lesung, gestern Abend! Autorinnen und Autoren von LFL und Litera Freak e. V. im rappelvollen Torhaus! Ihr ward ganz ganz klasse!!! Danke an Rolf Breuer, Bernd Lange, Mona Jeuk, Inge K. Jung. Wir machen das wieder!!«
Stuttgarter Torhaus, Stuttgarter Straße 62, Ludwigsburg am Samstag, 30. Januar 2016
Part 1 – So steht es in der Presse-Ankündigung:
Ein Abend der Ludwigsburger Literaten – LFL trifft Litera Freak e. V. »Am Samstag, 30.01.2016, öffnen sich im Stuttgarter Torhaus ab 20.00 Uhr die Pforten für einen ganz besonderen literarischen Abend: Erstmals lesen gemeinsam 6 Autorinnen und Autoren aus den Ludwigsburger Literaturgruppen ›LITERATUR FORUM LUDWIGSBURG (LFL)‹ und ›LITERA FREAK E. V.‹. Seit etlichen Jahren prägen beide Gruppierungen die Literatur- und Kunstszene in Ludwigsburg und der Region. So wurde es denn auch endlich an der Zeit, dass ein gemeinsames Literaturfest auf die Bühne kommt und damit eine feste, dauerhafte Brücke zwischen beiden Institutionen über dem Literaturfluss errichtet wird. Für das LFL bereichern Mona Jeuk, CJ Schäckel und Rolf Breuer das Publikum. Litera Freak e. V. geleitet die Vereinsmitglieder Inge K. Jung, Bernd Lange und Ralf Preusker ans Mikrofon. Die 15-minütigen Beiträge werden sehr abwechslungsreich, kurzweilig und spannend sein und einen breiten literarischen Bogen spannen. Gereicht werden Lyrik, Prosa, Satire, Roman bis hin zur phantastischen Erzählung. Auch Texte aus der Anthologie ›(Litera-) Freak out!!!‹ und der Eremitage No. 18 ›Bio-Pix‹ werden vorgestellt. Die Vitae der Vortragenden wird Ralf Preusker übernehmen. Wie immer wird bei Kerzenlicht und freiem Eintritt Eierlikör gereicht werden.«
»nordostsüdwestwärts« auf Nord 49°07’45″ – Ost 09°53’55″
Und so war es am 20. September 2015 im Pferdestall Heroldsfeld bei Mainhardt: Wie schon angekündigt, ritten Mensch und Pferd mit meinen Worten weit weit westlich in die unendliche Wüste Arizonas … nur die Pferde wieherten an der falschen Stelle. Und nicht nur das: mit Terry Kajukos Worten nach Hanoi, mit Lina Morgenrots Worten ins Fantasy-Paris, mit Tia und Alfreds Bergers Worten gleich um die Ecke in die mysteriösen Wälder Spiegelbergs und mit Ralph Preuskers alias Paul Daguerres Worten in die philosophischen Auferstehungen hoher Lyrik. Und nicht zu vergessen: Sie folgten alle den Klängen und Tönen Kathrin Biederstaedts. Welch ein denkwürdiger Abend, welch dankwürdige Erinnerungen. Mehr über die Pferdestall-Lesung im Spiegelberg-Blog »Nur die Harten kommen in den Stall«.
Wenn mir da ’mal nicht der Gaul mit meinem Buch durchgeht …!
Der Rede wert … oder soll ich besser schreiben: des Lesens wert?! Dieses Mal findet’s im Pferdestall statt – in Heroldsfeld bei Mainhardt: »nordostsüdwestwärts« auf Nord 49°07’45″ – Ost 09°53’55″ am 20. September 2015 ab 16.00 Uhr. Die Zuhörer/innen – Mensch und Pferd werden mit meinen Worten weit weit westlich … in die unendliche Wüste Arizonas reiten:
»In welcher Welt leben wir eigentlich? Wie kann es sein, dass auf unserer Erde diejenigen, die hinter dem Mond leben, immer noch nicht ausgestorben sind?«
»Anscheinend ist unser Universum auch in Sachen ›geistiger Armut‹
Wie man sieht, wird der Titel meines neuen Buches zum »Running-Gig« – es läuft in alle Richtungen:
Auch wenn die Worte dieses Mal im Ambiente portugiesischer Impressionen fallen werden, ist bestens »Für das Innere« gesorgt – für Geist und Seele, für Gaumen und Magen …
Die Lesung im Café Nachbarschafft – Stimmen zu Wort und Klang
So durfte ich nachträglich lesen über meine “nordostsüdwestwärtigen” Worte: »DANKE für den schönen Abend. Es war inspirierend und klangvoll. Bernd Lange versetzte uns mit seinen Geschichten aus aller Damen und Herren Länder in nordostsüdwestwärtige Urlaubsstimmung. Martin Deichelbohrer entführte uns mit seinen stimmungsvollen Gitarrenklängen ins südliche Spanien, nach Andalusien. Und umrahmt wurde die musikalische Lesung mit erlesenen Noten durch die Fotografien in der derzeitigen Ausstellung ›TenedosGedankenbilderMallorca‹ über zwei reizvolle Inseln im Mittelmeer.«
Und so was liest man doch gerne: »Lieber Bernd, ganz viel Danke! War ein wunderbarer Abend und ich freu mich schon auf mehr Geschichten. Und auch Deine musikalische Begleitung war ein highlight, danke Martin Deichelbohrer. Bis zum nächsten Mal ……«
Im Rahmen der Fotoausstellung »TenedosGedankenbilderMallorca« im »Café Nachbarschafft« des Generationenhauses Heslach kommt es jetzt auch zum passenden Hörgenuss – mit Worten aus meiner Geschichtensammlung in »nordostsüdwestwärts« … und mit musikalischer Begleitung an der spanischen Gitarre. Rundum ein südliches Gefühl …
Die 3. Lange Nacht der Literatur im Rückblick des Geschehens …
So schrieb die Presse:
Und so hörte es sich bei der Ankündigung meiner Lesung an:
»Bernd Lange: Gebraucht Worte als Zaubertrank. Freut sich über die Geglückten. Verflucht Misslungene. Ist aber selten fluchend wortlos. Obwohl er schon lange Schränke, Schubladen und Regale hat, in denen vieles in geordneten Verhältnissen verstaubt, leben die meisten seiner eigenen literarischen Worte immer noch in einem Koffer, der mit Spinnweben auf seinem Dachboden vor sich hinschlummert. Einige seiner Worte sind längst auf die Reise gegangen. Er weiß nicht, wohin sie führen und wo sie ankommen. Ein literarisches Beispiel sagt, dass das einzige, was herauszulesen war, ist, dass die Worte sich irgendwie in südliche Richtung begeben haben. Mal sehen, ob sie jemandem, und wenn, wem sie begegnen?! Und was sie überhaupt bewegen?! Sein Umgang mit der Sprache eröffnet immer wieder neue Formen und Formulierungen, die Buchstaben unseres Alphabets wie Perlen um einen Faden aneinanderzureihen. Bernd ist ein treuer Wegbegleiter der Freaks und ein spannender Schreiberling und Gesprächspartner. Sein Text in der Anthologie ist literarisches Gold.« (Ralph Preusker, Vorsitzender Litera Freak e. V.)
Und auch das ist so: Nach der Lesung ist immer vor der Lesung
Mittendrin und nicht daneben
Damit es keine Missverständnisse gibt: Die »3. Lange Nacht der Literatur« der »Litera Freaks« im Stuttgarter Tor zu Ludwigsburg ist nicht nach mir benannt – ›Lange …‹ bezieht sich auf die Dauer der Lesungen. Wie auch imme: Ich freue mich, bei dem Lesemarathon dabei zu sein und mit meinen Worten dazu beizutragen, dass der Abend nicht langweilig wird. Vorlesen werde ich aus meinem neuen Buch »nordostsüdwestwärts« – wenn ich mich schon gen Norden von Stuttgart begebe.
Nach dem Buch ist vor dem Buch: »nordostsüdwestwärts« _ Horizonte Geschichten aus aller Damen und Herren Länder
Nach der ersten Kurzgeschichtensammlung »Südseiten« liegt nun mein zweiter Band »nordostsüdwestwärts« vor. In meinen Geschichten aus aller Damen und Herren Länder überschreite ich Horizonte, die auf dem schmalen Trennungsfaden zwischen dem erlebten Bild und dem geschriebenen Wort miteinander tanzen: Die Worte zeichnen ein Wechselspiel meiner Gedanken nach, die von Augenblick zu Augenblick immer wieder neue Bilder entwerfen.
18 Geschichten auf 160 Seiten warten jetzt auf ihre Leserinnen und Leser. »nordostsüdwestwärts« gibt’s ab sofort in jeder Buchhandlung des Vertrauens oder online als Taschenbuch und als e-Book.
nordostsüdwestwärts _ Horizonte _ BoD, Norderstedt _ ISBN 978-3-7347-9484-1
So stand es in der Einladung zur Lesung: »Der über 20 Jahre in Heslach lebende Autor beschreibt in den ›Südseiten‹ seine Begegnungen, die ihm im Stuttgarter Süden über den Weg gelaufen sind. In den Geschichten, die er alle in seinem Quartier beobachtet hat, wird sein eigenes Wahrnehmen zum Spiegelbild, was der Mensch im Verborgenen sieht, hört, fühlt und empfindet. Die ›Südseiten‹ erzählen Heiteres, Nachdenkliches, Skurriles, Launenhaftes …« Und dazu: »… In seiner zweiten Geschichtensammlung, die mit dem Titel ›nordostsüdwestwärts‹ im Frühjahr erscheinen wird, erzählt Bernd Lange von Bildern, denen er in aller Damen und Herren Länder begegnet ist.«
Am Ende wurde es gar eine (Welt)-Premiere: mit gelesenen Worten aus aller Damen und Herren Länder – aus dem neuen Buch »nordostsüdwestwärts«.
Immer wieder leben wir einen inneren Diskurs: Sagt mir ein Bild mehr als tausend Worte? Oder gelingt mir ein Bild von ausgesprochenen Worten?
Die Fotografien in der Ausstellung »Gedankenbilder« im Café Nachbarschafft des Generationenhauses Stuttgart-Heslach erlauben dem Betrachter seine ganz eigene Sichtweise: Erzählen ihm die Bilder eine Geschichte? Oder sind es die eigenen Gedanken, die sich in den Bildern widerspiegeln?
Nachschlag zur Vernissage »MallorcaGedankenbilderTenedos«
Café Nachbarschafft im Generationenhaus Heslach
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Seit gestern weiß ich, dass mein neues Buch »nordostsüdwestwärts« gedruckt und ab dieser Woche auch im Buchhandel bestellt werden kann. Und wenn die Vernissage den Raum lässt, werde ich womöglich auch eine kurze Geschichte daraus vorlesen. Es gibt darin eine Erzählung über eine weitere Insel im Mittelmeer, über Elba, die in passender Weise ebenfalls Gedankenbilder beim Zuhören erlaubt. Ich lasse mich überraschen.
Einladung zur Vernissage am 8. Juni 2015 um 18.00 Uhr Café Nachbarschafft des Gebrüder Schmid Zentrums im Generationenhaus Heslach
Immer wieder leben wir einen inneren Diskurs: Sagt mir ein Bild mehr als tausend Worte? Oder gelingt mir ein Bild – von ausgesprochenen Worten? Die Fotografien in der Ausstellung „Gedankenbilder“ von Mehmet Werner und Bernd Lange erlauben dem Betrachter seine ganz eigene Sichtweise: Erzählen ihm die Bilder eine Geschichte? Oder sind es die eigenen Gedanken, die sich in den Bildern widerspiegeln? Eingeladen dazu ist jederfrau/mann.
Der Fotograf Mehmet Werner hatte auf Tenedos Bilder vor Augen, die ihm Geschichten erzählten. Der Autor Bernd Lange hatte Geschichten im Kopf, die er auf Mallorca abfotografieren konnte.
Die Ausstellung ist vom 9. Juni bis 31. August 2015 täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Auf meine Frage hin, ob er der Stuckateur auch eine Edelpilsexpertise nach Deutschem Reinheitsgebot erstellen kann, bekam ich zur Antwort: »Die wäre für ihn keinen Pfifferling wert!«